Interview mit den Final-Teilnehmern

In einem würdigen Finale des FM.Z Cups 2017 behielten die Sauerland Kickers mit 2:1 die Oberhand über TNDO United. Wir trafen die beiden Kontrahenten nach dem Spiel zu Interview:

Sauerland Kickers – Sieger des FM.Z Cups 2017

sauerland-kickers

FM.Z: Herzlichen Glückwunsch zum Turniersieg! In einem starken Teilnehmerfeld aus 32 echten Gegnern als Sieger hervorzugehen – wie fühlt sich das an?

Sauerland Kickers: Ich freue mich total – weil es darum ging, einen „echten“ Mitspieler zu besiegen und nicht nur eine KI. Deshalb war auch die Herangehensweise mit meiner Taktik eine andere, als bei einem „normalen“ FM-Save. Dazu kommt noch der Punkt, dass alle denselben Kader und somit gleiche Voraussetzungen hatten. Da war es schon spannend zu sehen, welche „Philosophien“ die anderen Mitspieler so haben.

Wie war dein Ansatz gegen die unterschiedlichen Philosophien? Hast du dich angepasst – oder darauf vertraut, dass sich dein Matchplan durchsetzt?

Sauerland Kickers: Eine Mischung aus beidem. Vor dem Turnier habe ich mir überlegt, wie wohl die meisten mit Hoffenheim spielen würden und bin da von einem 4-2-3-1 (oder einer Variation davon) ausgegangen. Dann war die Überlegung, wie man so eine Formation am effektivsten aushebeln könnte. In meine Überlegung mit rein gespielt hat auch, dass ich recht oft lese, dass man im Football Manager mit einer Dreierkette nicht erfolgreich agieren könne. Da ich nicht wusste, wie meine Mitspieler agieren (z.B. auf Konter oder auf Ballbesitz), ging es auch darum, eine Taktik zu erstellen, die mit beiden Ansätzen fertig wird und die man dann nötigenfalls während des Spiels noch weiter anpassen kann.

Man sagt, dass man vor allem aus Niederlagen Lehren ziehen kann. Nun hast du das Turnier gewonnen. Gibt es dennoch etwas, das du für zukünftige Duelle mit menschlichen Spielern mitnimmst?

Sauerland Kickers: Definitiv! Immer einen Plan B haben. Wenn Brema FM im Viertelfinale ihre Taktik beibehalten hätten, mit der sie innerhalb weniger Augenblicke zwei Tore gemacht haben…Ich hab keine Ahnung, wie er da geändert hat, aber da hätte ich nicht kontern können. Ich war mir wohl, auch wegen des Zwei-Tore-Vorsprungs, etwas zu sicher… So eine Situation habe ich gegen KI-Teams noch nie gehabt. Ausgecoacht zu werden ist kein schönes Gefühl ;D

Wenn das schon der Sieger sagt … 🙂

Sauerland Kickers: Ich habe ja auch ein wenig Glück gehabt 😉 Insgesamt zwei Tore (u.a. das Siegtor in der Verlängerung gegen Brema) geschossen, die staaaark abseitsverdächtig waren…

Glück gehört wohl dazu. Trotzdem: Siehst du dich für das kommende Turnier als Favorit? Immerhin gehörst du zu den wenigen Teilnehmern dieses jungen Formats, der jetzt aus der Masse heraussticht…

Sauerland Kickers: Favorit? Nee, echt nicht! Wenn ich die Ergebnisse der anderen Spiele so sehe, war es alles recht knapp und so manches Spiel hätte auch einen anderen Sieger haben können… Ich hatte Glück – und eine Taktik, die funktioniert hat. Das alleine macht mich nicht zu einem Favoriten, denn Glück hält dummerweise nicht ewig an.

Wir werden es sehen – spätestens beim FM.Z Cup 2018. Danke für das Interview – und feier schön!

Ich hab zu danken 🙂

 

TNDOTNDO United 1848

FM.Z: Erstmal herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz im FM.Z Cup. Was überwiegt nach dem Spiel – der Stolz, es in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld so weit geschafft zu haben oder die Enttäuschung über die Niederlage?

TNDO: Ich finds super, es bis hierher geschafft zu haben. Eigentlich war meine Teilnahme vor allem Tunis Glub geschuldet, mit dem ich schon hunderte Stunden Multiplayer gespielt habe. Er hatte sich zuerst gemeldet und wir hatten gedacht, dass wir vielleicht aufeinander treffen würden. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, so weit zu kommen.

Umso grandioser der Erfolg. Wie war deine Herangehensweise, da es vornehmlich gegen echte Spieler ging? Hast du öfter taktische Änderungen vorgenommen – oder darauf vertraut, dass sich dein Matchplan durchsetzt?

TNDO: Eigentlich so wie immer. Spiele Systeme, die du kennst, die du magst und passe sie auf die Mannschaft an. Der Gegner und die Spieler waren ja dieselben, es unterschieden sich nur taktische Nuancen. Bis auf das Finale war ich praktisch nicht gezwungen bis auf kleine Änderungen von meinem Grundsystem abzuweichen. Im Finale musste ich halt auf den Gegner reagieren, was letztlich auch zum Ausgleich führte.

Gibt es Erkenntnisse, die du für den FM.Z Cup im kommenden Jahr mitnimmst? Und: Siehst du dich mit dem 2. Platz im Rücken als einen der Favoriten?

TNDO: Favorit lässt sich schwer sagen. Dazu ist der Faktor Zufall im Fußball zu groß. Natürlich setzt man sich in 9 von 10 Fällen durch, wenn man besser ist in Sachen Taktik. Aber den einen Fall gibt es halt auch. Was ich gesehen habe war eine große Bandbreite an Formationen und Vorgehensweisen. Highlight für mich war die Formation und Taktik meines Finalgegners, die perfekt gegen meine eigene passte und mich zu großen Änderungen zwang. Des Weiteren überraschte mich die wenig defensive Ausrichtung in den Spielen. Es wurde tatsächlich eher riskant als abwartend gespielt, was Konterteams zugute kommen dürfte (und was mein Matchplan unter anderem beinhaltet hat).

Vielen Dank für das Interview! Man sieht sich spätestens beim nächsten FM.Z Cup 🙂

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